Endlich Sommer, endlich Urlaub – Wie uns überzogene Erwartungen schmerzlich einholen

Als Familie haben wir eine feste Bindung, lieben und vertrauen uns, trotzdem ist längst nicht alles rosarot. Es gibt auch schmerzhafte Erfahrungen und auch über diese möchte ich schreiben. Sie sind uns ein mahnendes Beispiel, „wie man es nicht machen sollte“. 

Am meisten lernt man aus seinen Niederlagen.

Lange haben wir uns auf unseren Sommerurlaub gefreut, waren froh, den Arbeitsstress hinter uns zu lassen und gespannt auf neue Abenteuer. Unser Ziel, der Familiencampingplatz am Senftenberger See ist weitläufig, sehr schön gelegen und bietet viel Abwechselung.

Trotzdem sollte es ganz anders kommen.

Wir als Familie haben in dieser Woche einfach nicht funktioniert

Ich weiß noch, dass ich voller Vorfreude war auf die schöne ruhige Ferienzeit. Die Kinder waren gespannt auf das neue Abenteuer mit dem Wohnwagen. Strand, Spielplatz, Doppelstockbett.

Wahrscheinlich wollten wir zu schnell, zuviel und alles „perfekt“. Schon zu Beginn waren wir Eltern angespannt und gestresst – die Kinder spiegeln so etwas natürlich.

Ging mal etwas nicht schnell genug: Streit.

Hatte der eine die Idee, war der Andere dagegen.

Kontakt zu andern Campern haben wir auch nicht gefunden,  auch nicht gesucht, weder die Kinder noch wir Eltern. Sehr wahrscheinlich hat man die schlechte Stimmung schon von weitem gespürt, und uns lieber gemieden.

Das Ende eines großen Missverständnisses

Der Schlusspunkt war ein Ende mit Schrecken.

Nach einem Unfall auf dem Spielplatz mussten wir mit unserem Sohn ins Krankenhaus fahren. Wir waren unachtsam geworden und haben uns eingestehen müssen, dass wir die Situation hier nicht mehr im Griff hatten. 2 Tage früher brachen wir unsere Zelte ab und fuhren nach Hause.

Dort leckten wir unsere Wunden. In den beiden folgenden Wochen (immer noch Urlaub) haben sich die Gemüter beruhigt.

Gewohnte Umgebung, keine Termine, keine Unternehmungen. 

Wir haben einfach in den Tag gelebt. Gespielt, gekocht, im Garten gearbeitet, ohne Plan. Da war sie dann doch noch – die Erholung.

So fand der Sommer ein versöhnliches Ende und wir haben gelernt, dass man nichts erzwingen kann, auch nicht das Glück.

Lessons learned

Die Woche hat uns gezeigt, wie anstrengend eine ungewohnte Umgebung sein kann, wenn jeder etwas anderes erwartet man aber auf engem Raum zusammen ist.

Man kann Problemen hier nicht aus dem Weg gehen, sondern muss sie auf der Stelle klären.

Wir sollten von nun an versuchen, unsere einzelnen Ziele und Wünsche zu kennen und zu verstehen. Auch und besonders die der Kinder.Denn wenn wir wirklich wissen, was der Andere will, (nicht glauben zu wissen) können wir Konflikte vielleicht vorher verhindern. So kommt im Urlaub jeder auf seine Kosten.

Positiver Abschluss und Ausblick

Generell werden wir in Zukunft stärker versuchen auf den Anderen einzugehen und uns als Familie besser zu verstehen.

Was erwartest du davon? Worauf freust du dich? Hast du vor irgend etwas Angst?

Diese Fragen sollten von nun an vor jedem Ausflug gestellt werden.

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Dann hinterlasse doch einfach einen Kommentar oder schreib uns eine E-mail. Wir freuen uns in jedem Fall über Feedback.

Danke für dein Interesse, viele Grüße  und bis bald

Deine Entdeckerfamilie

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